Europäisches Bürgerradio 2013

Hat Europa eine Zukunft?

Europa hat eine Geschichte und sicherlich auch eine Zukunft. Seine Geschichte ist sehr alt (Römisches Reich, christliches Mittelalter, Renaissance). In Folge der beiden Weltkriege verfügt es abre auch über eine jüngere Geschichte. Nach Jacques Attali but Europa auch auf die Angst (Suezkrise, Entkolonisierung). Für Jean Louis Cottigny, Politiker und Mitglied der sozialistischen Partei, but Europa ebenfalls auf einen Wunsch nach Frieden (Verträge von Yalta). Ohne diese Leute gäbe es Europa nicht. Es wurde für den Frieden in die Welt gesetzt, selbst wenn es manchmal nur langsam voran kommt.

63 Jahr nach dem Elysee-Vertrag ist Europa mit zwei Problemfeldern konfrontiert:

Der Nationalismus: Europa wurde durch Nationen geschaffen im Hinblick auf eine wirtschaftliche Perspektive, die weiterhin wächst.

Der Skeptizimus: Europa wird von der Globalisierung aufgesogen.

Was soll man ein weiteres Jahr später beginnen?

“Man muss die soziale europäische Union stärken, wenn man sie vergrößern will”, so Jean Louis Cottigny. In den kommenden Jahren werden die Großmächte sich weiter ausdehnen. Europa wird statt 504 Millionen nun 100 Milliarden haen. Ein grundsätziches Problem bei der EU-Erweiterung ist die Beschaffenheit der Macht in den jeweiligen Beitrittsländern, der Lebensstandard und die rechtlichen Normen.

“Der Reichtum der Menschheit entsteht aus der Mischung des Blutes”

Die Zukunft Europas wächst mit der Jugend. Wie kann man in der Krise Jugend und Universität zusammen denken? Die Universitäten müssen ihre Vorstellungskraft erweitern. Die Forschungsperspektiven in Europa sind eine Frage von Vernetzung, Koopersation, Finanzierung. Das Internet erlaubt den Zugang zur Welt der Forscher, doch vernetzt sie diese nicht untereinander. Die Wirksamkeit der Universitäten beruht auf ihren europäischen Programmen, ihren lebenslänglichen Ausbildungsangeboten.

“Das administrative Europa ruft bei den Forschern keine Visionen hervor und es ist unannehmbar, dass Unternehmen diktieren, was geschehen soll”, so Daniel Cohn-Bendit.

Die Mobilität ist eine Stärke der europäischen Universitäten. Das Erasmus-Programm zeitigt einen großen Erfolg, doch selbst dieses humanistische Programm hat Defizite. Die Mobilität der Studenten muss demokratisiert werden. Die Erasmus-Stipendien sind da nicht auf der Höhe. Jeder junge Student sollte in einem europäischen Land studieren, leben, arbeiten können.

“Ich träume davon, dass die EU ein Budget einrichtet, das Millionen von europäischen Studenten erlaubt, in diesen Ländern Europas zu leben.” D. Cohn-Bendit

In einer solchen Gesellschaft der Unmittelbarkeit kann man sich Universitäten im europäischen Raum vorstellen, die wirkliche Projekte zum Klimawandel, zur Demokratie, zur Überalterung der Bevölkerung, zu den Menschenrechten ins Leben ruft. Die europäischen Universitäten haben unwahrscheinliches Glück. Sie können sich Fragen zur Widersprüchlichkeit der Gesellschaft stellen und Antworten zusammentragen. Die universitäre Vorstellungskraft in Europa ist in der Lage, die Blockaden in der Gesellschaft zu sprengen.

Das Unbekannte zu denken ist faszinierend und macht Fortschritte möglich.

Die Universitäten müssen das zivilisatorische und kulturelle Symbol Europas sein. Die europäische Kultur besteht aus Mulitkulturalität, verankert in jahrhunderte alter Existenz.

Man macht das Glück der Menschen nicht ohne sie.

 

In einigen Monaten finden die Europawahlen statt. Jede Partei wird ihren Kandidaten für die Präsidentschaft der Europäischen Kommission vorstellen. Die Krise bestätigt die Probleme in Europa, aber um weiter zu kommen, muss man Utopien entwickeln. Europa ist etwas anderes als die Vereinigten Staaten.

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